12. Online-Netzwerktreffen des OJSRed_19_12_2025
Beim 12. Online-Netzwerktreffen wurden verschiedene Initiativen und ein verlagesgebundenes, mit OJS arbeitendes OA-Journal vorgestellt.
Vertreter:innen der Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA) berichteten über den Plan, in den kommenden 3 Jahren ein OJS-Netzwerk aufzubauen, welches die bestehenden Netzwerkinitiativen besser vernetzen und deren Sichtbarkeit erhöhen soll. Somit soll eine bessere Koordinierung gefördert und doppelte Arbeiten vermieden werden. Über wissenschaftspolitische Arbeit sollen schließlich auch Hosting- und Publikationsmöglichkeiten ausgebaut und die europäische Wissenschaftsarbeit auf Serviceebene übersetzt werden.
Thomas Wohlgast arbeitet an der Entwicklung von Tools und Software für Publikationsworkflows und stellte zwei seiner Projekte vor. Sein Projekt Revios soll den Reviewprozess für Autor:innen, Gutachter:innen und Redaukteure übersichtlicher gestalten und deren Qualität erhöhen. Das Tool soll langfristig in OJS eingefügt werden. Momentan werden jedoch noch Testnutzer:innen gesucht die sich unter thomas.wolgast@openscientia.org melden können. Die Plattform OpenScientia soll schließlich eine neue Publikationsplattform darstellen, mit welcher Workflows vereinfacht und gemäß neuer technischer Möglichkeiten optimiert werden sollen. Dies soll es Forschenden ermöglichen, sich wieder mehr auf das schreiben, lesen und gutachten zu konzentrieren.
Vincent Gengnagel stellte das scholar-led, community-driven und OA-Journal „Culture, Practice, Europeanization“ (CPE) vor, welche vor einigen Jahren ein Angebot vom Nomos Verlag erhielt. Nun stellt die Zeitschrift sich als Medium dar, um welches der Verlag seine Buchpublikationen in den Europastudien positionieren kann und profitiert vor allem vom Layout und der eLibrary des Verlages. OJS wird nicht als Plattform, jedoch im Publikationsworkflow genutzt. Auch hier findet das Journal Unterstützung vom Verlag, wodurch es einige Kosten einsparen konnte. Trotz der verlagsbindung ist die Zeitschrift flexibel in ihrer inhaltlichen Gestaltung und weiterhin Open Access, womit sich das Modell als Inspiration für andere erweisen kann.